Vom Baum zum fertigen Produkt

Ein Vormittag rund ums Holz

Einen ganzen Vormittag lang beschäftigten sich die beiden ersten Klassen der Volksschule Betzigau mit der Verarbeitung dieses nachwachsenden Rohstoffes.
Als erstes trafen wir uns alle an der Schützenhütte in Betzigau. Dort erwartete uns bereits Herr Hans Garbarsky, Mitglied des Kreisjagdverbandes Kempten.
Zusammen mit Herrn Hiemeyer brachte er den Kindern und uns Lehrerinnen den Wald in seiner Vielfältigkeit nahe.
So durften wir die Ausrüstung eines Waldarbeiters bestaunen, wurden über giftige Beeren aufgeklärt und vor den Bissen der gut im Unterholz und Gebüsch versteckten Zecken gewarnt.

Weiter ging es zu einem der beiden ortsansässigen Sägewerke. Hier konnten die Kinder an vorderster Stelle beobachten, wie aus einem rohen Baumstamm Balken für den Hausbau und Bretter zur Weiterverarbeitung hergestellt wurden. Wir erfuhren, dass sogar das „Abfallprodukt“ Sägemehl  noch sehr effektiv weiter verarbeitet und zum Beispiel als Heizmaterial verwendet werden kann.

Beim nächsten Sägewerk konnten wir noch einmal genau beobachten, wie die Sägeblätter durch ihre Auf- und Abbewegungen einen starken Baumstamm zu rohen Brettern werden lassen. Auch einen Dachstuhl aus massiven Balken sahen wir uns genauer an.
Nach so viel Wissensdurst musste natürlich auch für das leibliche Wohl gesorgt werden.
Nach einer Pause im Schatten von großen Bäumen, die uns hier also zu einem anderen Zweck dienten, machten wir uns auf zu einer Schreinerei im Betzigauer Gewerbegebiet. Hier wurde uns auf anschauliche Weise klargemacht, dass Holz ein wichtiges Material für die Inneneinrichtung darstellt. Wie in allen Betrieben waren die Kinder fasziniert von der Vielfältigkeit des angenehm duftenden Werkstoffes.

Beendet wurde unser Ausflug mit einem leckeren Eis unter – wie kann es anders sein – Schatten spendenden Bäumen auf unserem Schulgelände.  Auf diese Weise verbrachten wir einen erlebnisreichen  Vormittag, den wir sicherlich noch lange in Erinnerung behalten werden.